• 18.-19. September 2019
  • Halle D, Messe Wien
18. - 19. September 2019 Messe Wien

Building Technology Austria

Branchenplattform für Gebäudetechnik und integrale Planung.

BTA-Lab

 

Das BTA-Lab schafft Raum für interdisziplinären Wissensaustausch und fachlichen Diskurs zu den aktuellsten Themen der Branche. In der Denkfabrik der BTA liefern Projekt-Präsentationen nationaler und internationaler Top-Speaker, Panel-Gespräche und Workshops.
Inspiration und die Möglichkeit einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen.

Informationen zum Programm und den Vortragenden des BTA-Labs werden hier bis zur Veranstaltung im September 2019 kontinuierlich ergänzt.

 

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Themenschwerpunkte

Lebenszykluskosten - Mehr Austausch, weniger Kosten

Bei der Gebäudeplanung schon an die Entsorgung denken? Klingt voreilig, ist aber für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg ausschlaggebend. Denn für geringe Lebenszykluskosten braucht es einen ganzheitlichen Blick.

Wie oft ist bei Planung und Bau eines Gebäudes von den Errichtungskosten die Rede? Und wie oft sind die Instandhaltungskosten Teil der Planung?

Wer in der Baubranche arbeitet, weiß vermutlich, dass Erstere oft einen größeren Stellenwert haben als Zweitere. In der Praxis machen sie jedoch den geringeren Teil der gesamten Kosten eines Gebäudes, also den Lebenszykluskosten, aus. Grob gesagt teilen sie sich in 20 % Errichtungskosten und 80 % Instandhaltungskosten auf.

Sich also ausschließlich auf Errichtungskosten zu fokussieren ist zu kurzsichtig. Ein Bauprojekt hört nicht mit der Eröffnung oder dem Einzug der Bewohner auf. Hier fängt das Leben des Gebäudes erst richtig an.

Das bedeutet also: Um den wirtschaftlichen Erfolg und die Nachhaltigkeit eines Bauprojektes zu fördern, muss schon frühzeitig über langfristige Anforderungen bis hin zur Entsorgung des Gebäudes nachgedacht werden. Ziel der BTA - Building Technology Austria ist es, Stakeholdern von Bauprojekten eine Plattform für den fachlichen Austausch zu bieten und den Dialog zwischen Planungsbüros, Investoren, Betreibern sowie Nutzern zu fördern. Nur so ist eine integrale Planung möglich, die die Lebenszykluskosten gering hält.

Bauvorschriften (Brandschutz) - Wenn’s heiß her geht

Die Planung eines umfassenden Brandschutzkonzeptes ist in der frühen Planungsphase essenziell. Trotzdem gibt es Unsicherheiten, etwa was die baurechtlichen Anforderungen anbelangt. Hier ist Zusammenarbeit und Weitblick gefragt.

Welchen Normen und Vorschriften muss ein Gebäude im Sinne des Brandschutzes genügen? Diese oft diskutierte, aber vielfach vernachlässigte und unterschätzte Thematik stellt vor allem Architekturbüros vor Herausforderungen. Brandschutz ist auch deshalb so komplex, weil er sehr viele Bereiche – wie etwa Hochbau, Haustechnik oder Elektrotechnik – betrifft und auf vielen Ebenen durchdacht werden muss.

Vor allem bei Neubauten und Sanierungen ist es wichtig, von Projektanfang an für die nötige Sicherheit zu sorgen. Was oft nur am Papier geplant wird, muss auch auf der Baustelle richtig umgesetzt werden. Da geht es in erster Linie um die beim Bau verwendeten Materialien, aber auch um Fluchtwege, Notbeleuchtung, Löschmöglichkeiten oder Feuerwehrzufahrten. Solche Bauvorschriften einzuhalten bedeutet manchmal auch, dass der Grundriss oder die Haustechnik danach ausgerichtet werden muss.

Damit hier kein Fehler passiert, braucht es den intensiven Dialog zwischen allen Beteiligten. Die BTA - Building Technology Austria bietet hierbei ein lösungsorientiertes Informationsangebot und fördert den Austausch von Expertenwissen.

Digitalisierung - Vom Zimmermannsbleistift zum Digitalstift

Schneller, genauer, effizienter: Die Digitalisierung hält für die Baubranche noch einiges bereit. Denn so analog wie am Bau wird kaum noch wo gewirtschaftet. Doch der Aufholprozess hat schon begonnen.

Digitalisierung ist ein anderes Wort für Effizienzsteigerung. Von der optimierten Routenplanung, die in der Transportwirtschaft zur drastischen Reduktion der Leerfahrten geführt hat, bis zur selbstlernenden Kommunikation intelligenter Maschinen in der „Industrie 4.0“ reicht die Palette.

Am Bau ist das noch anders. In der Planung sind Handzeichnungen und mit Uhu zusammengeklebte Gebäudemodelle die Regel, integrierte Gebäudeplanung und anschauliche Modelle aus dem 3D-Drucker hingegen die Ausnahme. Auf den Baustellen beherrschen schwere Maschinen und Menschen mit dicken Arbeitshandschuhen das Bild, Tablets und Touchscreen-taugliche Handschuhe muss man lange suchen. Und bei der Instandhaltung steigt der Servicetechniker meist noch in den Heizkeller, um dort die Bedienungsanleitung für den Wärmetauscher zu suchen, anstatt von seinem Schreibtisch aus den Fehler via Datenleitung beheben zu können.

Die Aussteller der BTA - Building Technology Austria zeigen, welche Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung durch Digitalisierung jetzt schon existieren und welche demnächst auf die Branche zukommen werden. Für alle Teilnehmer der Wertschöpfungskette Bau finden sich hier Lösungen und Denkanstöße, die eigenen Geschäftsmodelle digital zu optimieren – und den Anschluss an den „Baubetrieb 4.0“ nicht zu verpassen.

BIM - Bauen in der vierten Dimension

Am Einsatz von BIM führt kein Weg vorbei. Und die Zeit wird knapp: Wenn sich österreichische Unternehmen nicht rasch mit dem Einsatz des Instruments beschäftigen, könnten internationale Anbieter auch hierzulande zum Zug kommen.

Ab 2020 wird BIM – Building Information Modelling bei der Ausschreibung öffentlicher Bauaufträge verpflichtend sein, folgt man den Empfehlungen der Europäischen Kommission. Spätestens dann werden Anbieter nicht mehr darum herumkommen, sich mit dieser Methodik der digitalen Bauwerksdokumentation auszukennen und es in die Unternehmensprozesse integriert zu haben.

Ab heuer müssen sich daher Planungs- und Architekturbüros ebenso wie Baumeister und Handwerker kundig machen, die zum Unternehmen passenden Tools erwerben und entsprechende Schulungen besuchen. Denn erfahrungsgemäß dauert es zwei Jahre bis BIM umfassend gelernt und im betrieblichen Alltag selbstverständlich integriert ist. Building Information Modelling ist nämlich mehr als nur eine Software: Die Realisierung integrierter Planung verlangt auch eine Umstellung in den Köpfen der Mitarbeiter.

BIM wird die neue, gemeinsame Sprache für die Bauwirtschaft werden. Das bietet spezielle Herausforderungen für die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Bau. Lösungen für diese Herausforderungen sind ein zentrales Thema bei der erstmals stattfindenden BTA - Building Technology Austria. Software-Anbieter, Dienstleister und BIM-Experten bieten hier Antworten auf individuelle Fragen der Besucher.

Mixed Reality - Virtuell, real – oder gleich beides

Renderings am Screen waren gestern, heute besichtigen wir unser zukünftiges Gebäude einfach bevor es gebaut wurde: Brille auf und los.

Virtuelle Planung, digitale Schauräume und Baustellenbesuche vom Büro aus werden Realität. Für Bauherren, Architekten und ausführende Firmen bieten moderne Tools Möglichkeiten zur Arbeitserleichterung – und auch dafür, den Kunden völlig neue Erlebnisse zu bieten.

Durch Mixed Reality können komplexe räumliche Situationen durch eine dreidimensionale Darstellung klar und einfach gezeigt werden. Digitale Inhalte werden beispielsweise mittels Hologrammen in Echtzeit in die reale Welt projiziert. So können Entscheidungen von Kunden sofort visualisiert und quasi „real“ erlebt werden. Planungen und Änderungen können in der virtuellen Welt auch gemeinsam erarbeitet werden.

Was Mixed Reality beinhaltet und welche Vorteile sich daraus ergeben, zeigen das hochwertige Ausstellerfeld sowie die Vortragenden bei der BTA - Building Technology Austria. Nicht nur in der Planung und zur besseren Visualisierung für Kollegen, sondern beispielsweise auch bei der Wartung, im Marketing oder bei der Präsentation von Produkten für Kunden eröffnet die Mixed-Reality-Technologie neue Möglichkeiten. Durch das interaktive Showcase, das fachliche Contentangebot sowie das umfangreiche Rahmenprogramm eröffnet sich für die Besucher eine neue Form der Messe: interdisziplinär, interaktiv und zukunftsweisend.